Hello from Brisbane!

Freitag, 29.06.2012

Nach einem entspannten 3 ¾ stündigen Flug (auf dem wir den bislang längsten Sonnenuntergang unseres Lebens gesehen haben – ca. 1 ½ Stunden) sind wir in Brisbane gelandet und haben uns auf den Weg zu unserem Hostel gemacht.

Brisbane (ca. 1.8 mil. Einwohner) ist eine ganz schöne und vor allem multikulturelle Stadt. Die Leute sind hier sehr trendy und hipp. Den ersten Tag haben wir direkt eine Stadtführung mitgemacht, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Das war auch schon mal ganz interessant, wobei der Fokus der Tour auf der Geschichte der Stadt lag. Wobei es ganz lustig ist, was sie hier als Geschichte bezeichnen und was dann alt für sie ist. So richtig alte Gebäude wie in Europa kann man hier nicht finden. Die ältesten stammen aus dem viktorianischen Zeitalter und die meisten Gebäude sind dann noch neuer. Richtig los ging es hier erst in den 80er Jahren, das sieht man dann auch an der Architektur. Abends haben wir dann das Rugbymatch der All Blacks gegen die Iren gesehen. Diesmal haben die All Blacks etwas deutlicher gewonnen – 60:0 – da taten mir die Iren doch schon fast leid!Wild Kiwis in Aussie-Land

Ach so, haben wir Euch eigentlich schon von dem „strengen“ Winter hier erzählt? Es ist so angenehm warm hier für Winterverhältnisse – mind. 17°C am Tage und nicht wirklich kälter in der Nacht. Wir sind somit bestens auf den Sommer eingestimmt J Und auch wenn die Sonne nicht scheint und der Himmel voller Wolken ist, geht Bea doch nicht ohne Sonnenschutz aus dem Haus. Die Sonne bzw. das Klima hier ist ganz schön trügerisch…  Schon mehrfach hatten wir abends das Gefühl, einen Sonnenbrand zu haben (glücklicherweise hat es sich nie bewahrheitet ;-)). Und sobald die Sonne auch nur minimal scheint, ist es herrlich warm…

Gestern haben wir eine weitere Stadtführung gemacht, diesmal ging es entlang des Flusses zu einigen Stadtteilen. Tina, eine echte Brisbanerin, war super nett und hat uns unheimlich viele Dinge erzählt. Insgesamt waren wir 4 Stunden unterwegs, viel länger als erwartet.

Brisbane EyeRiverviewOut in Brisbane

Momentan ist hier in Brisbane ein Wintermarkt mit einer Hand voll Fressbuden und einer Eisbahn. Sehr cool wie die Australier Schlittschuhlaufen. Die kennen das hier ja eigentlich gar nicht, geben sich aber die größte Mühe. Nebenan ist ein Zelt in dem sie Chai Latte verteilen… Schon ganz nett mit einem Chai Latte in der Hand die Schlittschuhläufer zu bestaunen

 

Montag waren wir auf dem Mount Coot-tha, dem höchsten Berg in der Umgebung. Dort sind wir ca. 4 Stunden rumgelaufen – bergauf und bergab bis wir im Botanischen Garten angekommen waren. Da waren wir dann aber doch zu müde, um weiter herumzulaufen und sind mit dem Bus wieder zurück zur Stadt. Die Touren am Berg waren sehr schön, endlich mal wieder ein wenig Natur nach den Tagen in der City ;-)

Die letzten beiden Tage hier in Brisbane waren sehr regnerisch – total nervig. Zwar ist es hier nicht so kalt wie bei uns in Deutschland, aber durch die Stadt laufen bei Regen macht nun wirklich keinen Spaß… Heute haben wir dann den halben Tag im Museum verbracht und sind der Geschichte der Aboriginals und South Islanders auf den Grund gegangen. Hierbei wurden wir von Horden von Kids begleitet, da hier momentan Schulferien sind. Also sind wir dann doch schlussendlich aus dem Museum geflohen ;-)

Kia Ora

Freitag, 29.06.2012

Kia Ora,

die letzten Tage in Neuseeland sind doch ziemlich schnell vergangen und im Eifer des ganzen „Sightseeing“ und der Rumreiserei kommen wir erst jetzt wieder dazu, den Blog zu schreiben. Die Tage in Paihia an der Nordspitze Neuseelands waren ganz schön. Wir haben dort eine Tour zum Cape Reinga gemacht und sind mit dem Bus entlang des 90-Mile-Beach gefahren. Cape Reinga wird den Touristen als nördlichster Punkt Neuseelands verkauft, hier treffen das tasmanische Meer und der Pazifische Ozean aufeinander. In Wahrheit liegt ein anderer Ort noch nördlicher, aber wir geben uns damit zufrieden ;-)

Richtungsweiser am Cape Reinga Cape Reinga90-Mile-Beach II90-Mile-Beach IIISonnenaufgang in PaihiaSonnenaufgang in Paihia IIAnnika umarmt den Baum :-)

Die Bustour dorthin war sehr unterhaltsam. Der Guide und Busfahrer ist ein echter Kiwi und hat nicht aufgegeben, uns Maori näher zu bringen. Mehr als Kia Ora (Hallo) ist aber leider nicht hängen geblieben. Dann hat er uns noch das Sandboarden beigebracht, das wirklich Spaß macht. Allerdings hatten wir während der Abfahrt ein mulmiges Gefühl, da es sich so anfühlte, als würde das Brett unter uns wegrutschen. Wir haben uns aber tapfer geschlagen! Anbei ein paar Schnappschüsse von dem Beginn einer tollen Sandboarding-Karriere ;-)

Vor dem Spass die Arbeit ... hinauf den Berg!Annika beim Sandboarden Bea kommt die Duene runter gesurftwir beide auf unseren 90-mile-BeachAnnika am Meeting von Pazifischem Ocean und Tasmanischer See

Die Busfahrt entlang des 90-Mile-Beach war ganz nett aber nichts Weltbewegendes. Annika fand die Fahrt am Strand entlang so nah am Meer sehr schön, während Bea geschlafen hat ;-) Wirklich „spannend“ wurde es erst, als der Busfahrer Probleme mit dem Bus bekam, da er nur noch den 5. und 6. Gang der Schaltung betätigen konnte. Wir hatten dadurch unfreiwillig einen verlängerten Aufenthalt am Beach und dachten schon, bis zum Abend dort bleiben zu „müssen“. So spannend war es dann nämlich doch nicht und zudem wurde es doch auch etwas kalt. Zum Glück ist selbst der Kiwi und er hat es irgendwie geschafft, die Gangschaltung so zu bearbeiten, dass er auch den 3. und 4. Gang benutzen konnte. So stand dem Stopp an der Fish & Chips-Bude nichts mehr im Wege :-) Und es war so richtig lecker!!! Im Anschluss daran waren wir dann auch pünktlich wieder in Paihia um das Rugbymatch der All Blacks gegen die Iren zu sehen. Die All Blacks haben 21:19 gewonnen :-DDen nächsten Tag sind wir dann mit einem Boot entlang der Bay of Islands getuckert. Die Küste und die einzelnen Inseln sehen wirklich toll aus und dann haben wir auch noch Delfine gesehen. Die sind teilweise unter unserem Boot hergeschwommen :-) Manchmal kann man auch mit den Delfinen schwimmen, aber die Gruppe, die unser Boot begleitet hat, hatte ein Baby-Delfin, dann ist es nicht möglich mit den Delfinen zu schwimmen, da sie ggf. aggressiv werden könnten. Davon abgesehen wollten wir aber auch nicht wirklich in das kalte Wasser springen, da wir schon so total gefroren haben. Der Wind war eisig, da konnte auch der Sonnenschein nichts mehr reißen ;-)

Blick vom Huegel in die BuchtEin einsames Segelboot in der BuchtBay of IslandsKuesteBay of Islands

Die restlichen Tage haben wir in Auckland verbracht, da Paihia mehr oder weniger im Winterschlaf ist und dort abgesehen von den Touren, die wir gemacht haben, wirklich nichts los ist. Und dann ging es auch schon ab nach Brisbane! Einen Tag vor dem Abflug haben wir mit Schrecken festgestellt, dass wir ganz vergessen haben, uns um das Visum für Australien zu kümmern. Zum Glück kann man das mittlerweile ganz fix beantragen und bekommt noch fixer eine Zusage, so dass wir nicht im Transitbereich des Flughafens bleiben mussten ;-)

Goodbye New Zealand! Wir haben in Neuseeland eine wunderschöne Zeit verbracht und können nur jedem empfehlen, das Land auch mal zu besuchen! Die Landschaft, die Tiere und die Natur sind unvergesslich! Wir haben viele schöne und neue Dinge kennen gelernt und werden wohl auch einige davon mit nach Deutschland bringen. So können wir nun nicht nur Gingerbread, Buttercake und Minced Beef Pies backen, nein, wir kennen nun auch die Regeln des Rugby und die Spieler der All Blacks.

Goodbye Waitomo - Hello Northland

Donnerstag, 14.06.2012

Hallo,

nach mehr als 5 Wochen haben wir leider unser neues Zuhause, die Farm von Craig, verlassen. Die Zeit hier in Neuseeland neigt sich dem Ende zu und wir wollen noch eine Woche rumreisen. Die Nordspitze Neuseelands soll sehr schön sein und die Temperaturen wohl auch etwas wärmer ;-) Wenn das Wetter schön ist, dann ist die Nacht hier doch ziemlich kalt! Dienstag morgen waren es -2 °C, zu kalt!!!

Die letzten Wochen auf der Farm waren super! Nicht nur, dass wir mittlerweile ziemlich gute Jagdbegleiterinnen geworden sind, nein wir haben auch unser erstes "Chain Saw Massacre" hinter uns. Ein paar Bäume mussten gefällt werden und wir durften mit der Baby-Kettensäge rumhantieren :-) Sehr cool! Zudem hat Bea das Treckerfahren gelernt und mittlerweile haben wir ein Diplom im Zäune bauen :-)

Bea und die KettensägeEin Bad in der Mittagssonne - am Tage war es schön warm!Annika mit der Kettensäge

Letzten Samstag war dann auch unsere Rugby-Premiere. Wir waren mit Craigs Bruder Mike, einem ehemaligen Rugbyspieler, bei einem Rugbyspiel von Waitomo. Am Ende haben wir dann sogar die Regeln verstanden. Leider waren unsere "Glücksbringerfähigkeiten" wohl auf der Farm geblieben, Waitomo hat 3:41 verloren :-( Interessanterweise sind die Spieler zwar auf dem Platz relativ aggressiv und auch manchesmal brutal wenn ein Spieler getackelt wird, aber nach dem Spiel nehmen sie sich in den Arm und trinken zusammen Bier. Nach dem Spiel ging es dann für uns in den Pub in Waitomo, da wir natürlich auch ein (oder zwei) Bierchen trinken wollten :-) Am Abend hat Mike dann noch super leckere Rehkoteletts gekocht.

Waitomo in grünSelbst der Regenbogen konnte Waitomo kein Glück bringen :-(

Zudem haben wir letzte Woche einen Ausflug nach Taupo gemacht, wo wir die Huka Falls angeguckt haben. Super imposant. Und dann wollten wir auch noch "kurz" den 2-stündigen Marsch zu den Rapids machen. Wir sind von dem bergauf und bergab laufen auf der Farm ja super trainiert und dachten, wir schaffen das in einer Stunde. Viel mehr Zeit hatten wir nämlich nicht.Tja, nach ca. einer Stunde und max. der Hälfte des Weges haben wir die Wanderung dann abgebrochen und sind zurück zum Auto. Soviel zum Thema trainiert ;-)

Huka Falls Bea und die Huka Falls Anni vor den Wasserfällen

Danach ging es dann nach Orakei Koraki. Das ist eine geothermale Zone mit vielen Heißwasserquellen und kochenden Schlammpools. Auch hier war es super schön und selbst der strömende Regen hielt uns nicht von der einstündigen Wanderung in dem Areal ab. Aber danach war es dann auch genug mit der geothermalen Zone, denn der Schwefelgestank war unausstehlich.

Heiße Geysier :-)SchwefellandschaftVulkanische ZoneKochendes Wasser überallHeiße SchlammpoolsAnnika vor den heißen Quellen von Orakei KorakiAnni und Craig im Regen :-)Wir drei auf Orakei Koraki

Heute morgen haben wir das Spiel Deutschland - Holland gesehen. Na das war doch mal ein gutes Spiel ;-) Danach sind wir fleißig in Auckland rumgelaufen und haben viele schöne Parks gesehen. Morgen früh geht es nach Paihia und dann nach Cape Reinga und zum 90 Mile Beach.

Also, viele liebe Grüße und bis bald

Anni & Bea  

Neues von der Farm in Waitomo 2

Samstag, 26.05.2012

G’day!

Eine weitere Woche auf der Farm ist rum und wir wollen uns mal wieder melden. Die Woche verging wie im Fluge und wir haben viel erlebt und gemacht.

Der Zaun, den wir seit geraumer Zeit bearbeiten, ist fast fertig. Uns fehlen nur noch ein paar kleine Holzpfosten, die wir anbringen müssen. Mittlerweile sind auch die eingetroffen und nun warten wir nur noch auf das schlechte Wetter, um dort weiter zuarbeiten. Heute Morgen haben wir ihn dann aber doch fertig gemacht, obwohl das Wetter nicht schlecht war. Das gute Wetter ist nun schon seit fast einer Woche da und selbst die Wintersonne ist hier richtig warm. Einen Tag hatte Bea sogar fast einen kleinen Sonnenbrand. Nun gut, dann wird sich eben wieder eingecremt :-( Das gute Wetter nutzen wir nun dazu, einen anderen Zaun neu zu machen. Diesmal ohne Maschinen und nur mit Muskelkraft. Die Posten sind für diesen Zaun aus Beton und müssen in den Boden eingegraben werden. Gut, das macht dann doch Craig ;-) wir kümmern uns um den Draht und befestigen diesen. Anbei ein paar Impressionen von der Farm und von den Regenbögen, die das einzig schöne an dem Regen sind ;-)

Blacky undLatte :-) Beim Schafe treiben haben wir drei vergessen... Die warten dort nun auf ihre Kollegen ;-) Hier werden die Schafe geschoren Regenbogen über unserer Farm Regenbogen über dem Haus des Bruders Regenbogen zum dritten ;-)

In den Abendstunden gehen wir unserem neuen Hobby, dem Jagen, nach, wobei wir eher die Jagdbegleiter sind. Einen Tag haben wir mal auf Tontauben geschossen, leider nur mit mäßigem/ keinem Erfolg. Dementsprechend überlassen wir das Schießen doch Craig und wir begnügen uns damit, die Tiere zu sehen. Und das klappt hier richtig gut :-)

Einen Abend waren wir Possums jagen. Das ist ganz abenteuerlich, denn wir wandern im Dunkeln (bzw. mit einer Taschenlampe) bergauf und bergab. Wir waren aber leider nur semierfolgreich, da die Possums fast alle weg waren. Craig hat sich dann entschieden, lieber für das nächste Abendessen zu sorgen und hat sich auf Hasen konzentriert. Und siehe da, nachdem wir den Jagdplatz gewechselt haben, kamen nicht nur Hasen zum Vorschein, sondern auch ein paar Possums. Unsere Ausbeute: 3 Possums, 3 Hasen und ein Kaninchen.

Das Jagdtrio ;-) Possums! Sonnenuntergang beim Jagen I Sonnenuntergang beim Jagen II Sonnenuntergang beim Jagen III

Die nächsten Abende haben wir dann mit der Wildschweinjagd verbracht. Die richten hier momentan sehr viel Schaden an und kommen auch relativ nah an das Haus. Also sind wir losgezogen und wollten eigentlich nur Ansitzen. Aber schon auf dem Weg zum Ansitzen sahen wir ein ziemlich großes, schwarzes Wildschwein. Wir haben uns dann angeschlichen und ca. 100 m entfernt sollten wir sitzen bleiben während Craig näher dran wollte. Zum Adrenalinkick wurde die Jagd, als Craig zu uns sagte, dass wenn es, nachdem er auf es geschossen hat, in unsere Richtung rennt, wir so schnell wie möglich zum Auto rennen sollten. Wildschweine werden, wenn sie nur verletzt sind, ziemlich aggressiv und attackieren alles, was sie sehen. Naja, dementsprechend „entspannt“ saßen wir dann da und haben ihn beobachtet. Das Schwein, das er jagen wollte, war allerdings verschwunden und stattdessen kam ein etwas kleineres, rosa Wildschwein zum Vorschein. Wir saßen auf unserem Hügel und konnten es ziemlich gut beobachten. Es war auf dem Weg von der Lichtung zum Wald und hatte uns nicht gesehen, da es ganz gemütlich ca. 30 m an uns vorbei ging und dann im Wald verschwand. Auf dem Rückweg zum Auto haben wir dann noch zwei weitere Wildschweine gesehen, aber die waren dann zu weit weg zum Jagen, zumal es schon relativ dunkel war. Naja, an diesem Abend hatten wir dann eben mehr zu sehen als zu jagen ;-)

Den nächsten Abend waren wir auch wieder los. Diesmal sind wir auf eine Lichtung gegangen und schon direkt als wir ankamen, waren da ca. 6 Wildschweine das Gras am Umgraben. Also sind wir wieder etwas weiter weg geblieben, während Craig sich angeschlichen hat. Wir hörten auch ein Schwein schreien und sahen die anderen wegrennen, u. a. eine Sau mit drei mittelalten Ferkeln. Leider hatten wir die Kamera nicht so schnell zur Hand. Das Wildschwein, das Craig geschossen hat, konnten wir komischerweise nicht finden. Wir haben gesucht und gesucht, aber nichts. Am nächsten Morgen haben wir dann nochmal gesucht, vergeblich.

Gestern Morgen waren wir am Strand in Marokoba. Der Sand dort ist pechschwarz und das sieht so toll aus. Wenn die Sonne draufscheint, schimmert er wie Diamanten. Anbei ein paar Fotos von unserem Ausflug dorthin.

  Black Beach IBlack Beach II    Black Beach III Black Beach IVBlack Beach VPechschwarzer SandAm Black Beach

Gestern Nachmittag kamen zwei Freunde von Craig, um Wildschweine auf die neuseeländische Art zu jagen. Dabei suchen die Hunde ein Wildschwein, umstellen es und halten es fest, bis der Jäger kommt und dem Wildschwein die Kehle durchschneidet. Wir sind also dem Bellen und Quieken des Wildschweins hinterher. War schon ziemlich witzig, wie wir den Jägern hinterher den Wald runtergerannt sind, teilweise war es so glatt und steil, dass wir nur noch gerutscht sind. Die Jäger waren wesentlich schneller und dementsprechend war schon alles passiert, als wir am Schwein ankamen. Richtig aufregend wurde es, als einer der Hunde einen Stier attackiert hat. Der Hund hatte den Stier etwas aggressiv gemacht, so dass er kurz auf Craig und den anderen Jäger losging. Wir saßen im Auto, allerdings waren die Fenster runter und Bea war doch etwas besorgt, dass der Stier versuchen könnte, ins Auto zu springen. Glücklicherweise hat er sich nach einer kurzen Jagd ums Auto besänftigt und ist zu seinen Kollegen zurückgekehrt.

Wildschweinjagd Zwei schwarze und ein hellbraunes Wildschwein

So, nun denkt ihr sicherlich, wir sind nur noch am Jagen, aber das ist nur unsere Abendbeschäftigung. Und wir sind ja auch daran interessiert, Tiere zu sehen :-) Neben den ganzen Wildschweinen haben wir auch eine Menge Reh gesehen, allerdings waren die meist weiter weg.

Am Mittwoch haben wir dann die legendäre Black Water Rafting Tour gemacht. Das war richtig cool! Zunächst mussten wir uns 37 m in die Tiefe abseilen. Man, hat das Überwindung gekostet, sich in das Seil zu hängen. Aber danach war es richtig cool. Viel zu schnell vorbei. Danach sind wir durch die Höhle gelaufen bzw. auf Reifen durch das Wasser geraftet. Super cool, auf den Reifen zu schwimmen und an der Decke die Glühwürmer zu sehen. Aber auch super kalt! Der Neoprenanzug konnte da leider auch nur bedingt Abhilfe schaffen. Neben dem Rafting sind wir auch durch das Wasser gewatet und wir sind kleinere Wasserfälle hochgeklettert. Auch ziemlich cool! Im Ganzen war es eine gelungene Tour, die uns viel Spaß gemacht hat und auf der wir Sachen ausprobiert haben, die wir vorher noch nicht gemacht hatten. Bea hat nun Spaß am Klettern und Abseilen gefunden. Vielleicht wird es ja ihr neues Hobby???

Unsere Gruppe Trockenübung - Abseilen (hier auch ganz easy an einem Hügel) Ready to go! Im Seil hängend - der schwierigste Schritt ist bereits überwunden :-) Und ab in die dunkle Tiefe Anni im Seil hängend Kuchen und heiße Schokolade in der Höhle :-) Wir sitzen am Rand eines Feldvorsprungs - unsere Beine baumeln über dem Wasser :-) Der Sprung ins kalte Nass - mit dem Reifen am Po mussten wir in das kalte (ca. 8-9°C) springen! Anni schwimmt schon im Wasser Brrr, es ist wirklich kalt! Krabbeln durch einen Engpass Posen im kalten Wasser Coloring in the Dark Wir waten durch die Höhle Das Ende der Tour, wir sind wohlbehalten, aber durchgefroren zurück aus der Höhle Auch Bea hat es geschafft :-)

So, genug für heute, mal sehen, was es noch zu tun gibt.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und liebe Grüße

Anni & Bea

News von der Farm in Waitomo

Freitag, 18.05.2012

Hallo ihr Lieben,

nach über einer Woche hier in Waitomo melden wir uns mal wieder ;-)

Uns geht es nach wie vor sehr gut und wir genießen das Farmleben hier. Der Zaun, den wir seit letzten Dienstag bearbeiten und erneuern, nimmt langsam Formen an. Dies liegt allerdings nicht unbedingt an uns, sondern eher an den Nachbarn, die ziemlich eifrig bei der Sache sind und gute Maschinen haben. Normalerweise fangen wir hier nicht vor 8.15 Uhr an, doch einen Morgen wollte der Nachbar schon um 7 Uhr starten. Naja, dann mussten wir eben auch schon hoch. Wir beide können leider nicht allzu viel machen, da die meiste Arbeit doch mehr Kraft erfordert. Aber der Wille zählt ;-)

Wir beim beseitigen des alten Zauns Annika beim demontieren und Bea natürlich auch Bei der ganzen arbeit dürfen die Bierpausen natürlich nicht vergessen werden! Unser Ausblick während der Arbeit Ein weiterer Blick auf die Wiesen der Farm und ein letzter ...

Gestern Morgen haben wir die Kühe gemolken, was eigentlich nicht zu unseren Aufgaben zählt, da Craig, der Farmer, eher für den Support zuständig ist. Also eher Zäune errichten, die jungen Kälber treiben oder ähnliches. Aber da wir eh an der Melkstation waren, wollten wir auch mal melken ;-)

Das ganze sieht dann wie folgt aus:

Die wartenden Kühe vor der Melkstation Ihr Weg zm Melken In der Station und so sollte es funktionieren Bea bei ihrer ersten Kuh Annika bei ihrer ersten Kuh

Nach dem Melken sind wir dann wieder zum Zaun zurückgekehrt und haben „unglücklicherweise“ festgestellt, dass der Nachbar mehr gemacht hat als verabredet und der Zaun damit schon viel weiter fortgeschritten ist als erwartet ;-) Da das Wetter im Moment aber ziemlich nass und kalt ist und der Farmer noch andere Aufgaben zu erledigen hatte, haben wir nur ein paar Stunden am Zaun gearbeitet. Der Nachbar kam auch vorbei um den Kettendozer zurück zu seiner Farm zu bringen. Zuvor durfte Annika diesen noch ein paar Meter fahren ;-) Leider war der Nachmittag aufgrund des Wetters weniger spannend und wir haben mit dem Kamin im Rücken eine DVD angeschaut.

Ohne Kamin ist es im Haus wirklich sehr kalt, die Häuser hier sind kaum isoliert, aus Holz gebaut und die älteren - u.a. das Haus in dem wir leben - haben lediglich eine Einfachverglasung, mit nicht sonderlich dichter und einfacher Fassung. Deshalb schafft der Kamin auch leider nur den Wohnraum zu erwärmen in dem er steht und sobald das Feuer aus ist, sind die Räumlichkeiten auch schon wieder kalt.

Zum Heizen muss allersings erst Holz gehackt werden:

Bea beim Holzhacken

Insgesamt kann man den Wohnstandart mit dem in Deutschland nicht ganz vergleichen, dafür ist es hier nicht unüblich seine Haus selber zu bauen. So hat die Familie das Haus von Craigs Bruder mit Holz vom eigenen Grundstück und Schafswolle von den eigenen Schafen zur Isolierung selber gebaut.

Neben den handwerklichen Tätigkeiten  bauen wir aber auch unsere Fähigkeiten in der Küche aus. Insbesondere Bea hat Spaß am Kochen von Suppe und Backen gefunden. Bei dem schlechten Wetter muss man sich ja irgendwie beschäftigen, so ist das neuseeländische Standardkochbuch zu unserer Lieblingslektüre geworden.

Unser Farmer ist ein passionierter Jäger, der uns schon mit zum Ansitzen und zur Fasanjagd genommen hat.

Auf dem Weg zum Ansitzen

Letztes Wochenende war hier Fasanjagd und für uns hieß das, dass wir einen freien Tag hatten. Den haben wir dazu genutzt, eine Wanderung in Waitomo zu machen. Das war ganz cool, bergauf und bergab und am Ende ging es dann noch in einen Cave. In den nächsten Tagen wollen wir eine Black Water Rafting Tour machen, also Wild Water Rafting aber unter Tage bzw. in einer Höhle… Wir sind gespannt.

auf unserem Weg auf unserem Weg Annika auf unserer Wanderung Bea im Cave Annika vor unserem Wagen

Glühwürmer haben wir hier auch schon gesehen. Ca. 5 Minuten mit dem Auto von uns entfernt ist ein Cave, den wir abends besucht haben. Traumhaft schön, die Glühwürmer sehen aus wie Sterne am Himmel. Leider ist es schwierig, diese auf Fotos zu bekommen.

Einen anderen Tag sind wir zu einem Wasserfall gefahren, der auch ganz nah bei der Farm ist. Der Wasserfall war auch total schön anzusehen, vor allem nach dem ganzen Regen, den wir seit Sonntag haben. Unheimlich interessant, wie viel Wasser da runter kommt!

Bea und der Wasserfall Wasserfall

Mittwoch war Bea mit Craig Boot fahren. Er hat sich ein Boot gekauft und wollte es vorher mit dem Verkäufer – ebenfalls ein Jagdfreund – Probe fahren. War ziemlich cool auf dem Fluss, zumal das Wetter auch für die Zeit der Probefahrt mitgespielt hat.

Der ganze Regen ist zwar super nervig, aber das Schöne an ihm ist, dass wir ganz viele Regenbogen hier haben. Bea ist ganz begeistert von diesen. Heute Morgen haben wir auch schon wieder zwei gesehen.

So, wie ihr seht, sind wir hier nicht zuviel beschäftigt, aber machen das Beste draus. Essenstechnisch sind wir hier auch sehr gut versorgt. Es gibt eigentlich nur selbst geschossenes Fleisch. So hatten wir schon mehrfach Fasan, aber auch Hase, Reh oder Rind. Gestern wurden hier zwei Rinder geschlachtet, so dass wir auch mal die Innereien von diesen sehen konnten. Interessant, wie groß die Organe teilweise sind.

Wir wünschen Euch einen wunderschönen Tag und einen guten Start ins Wochenende und melden uns bald wieder!

Liebe Grüße

Bea & Anni

Farm No. 3 - Waitomo

Mittwoch, 09.05.2012

Nach einem kurzen aber schönen Zwischenstopp in Auckland sind wir seit gestern auf der neuen Farm in Waitomo angekommen.

Hier sind wir soweit ab von der Zivilisation, dass wir leider kein Handyempfang haben. Aber das Internet geht.

Wir melden uns die Tage, uns geht es gut. Gestern und heute haben wir Nieten aus Zäunen rausgezogen, da wir die nächsten Tage neue Zäune setzen wollen und die alten Pfosten erstmal rausnehmen müssen. Teilweise ziemlich anstrengend... Zudem haben wir heute schon gesehen, wie die Kühe hier gemolken werden. Das erfolgt nicht per Hand, sondern sie haben ein "Melk-Karussel", in das die Kühe reingehen und dann gemolken werden. Und die Milch schmeckt super lecker!!!

Heute morgen haben wir die Kühe ca. 5 km bergauf und bergab zur Melkstation getrieben. Das Treiben erfolgt bei Fuß und für einen Morgenspaziergang war es schon etwas anstrengend ;-)

Also, Euch einen schönen Tag und liebe Grüße

Anni & Bea

Goodbye South Island

Sonntag, 06.05.2012

Hallo ihr Lieben,

na, habt ihr ordentlich die Meisterschaft des BvB gefeiert? Zumindest die BvB-Fans?

Hier wird darüber nicht wirklich berichtet... Rugby steht hier an erster Stelle, dann Hockey und irgendwann kommt Fußball... In Deutschland undenkbar ;-)

Wir verlassen morgen die Südinsel und fliegen nach Auckland. Am Dienstag geht es für uns auf die nächste Farm, nun wollen wir mal Vieh hüten. Mittlerweile wird es auf der Südinsel doch ziemlich kalt und teilweise ungemütlich.

Vorgestern haben wir unser erstes Erdbeben erlebt. Es war früher Morgen (wir waren noch am Schlafen) als die Erde bzw. das Haus für eine Sekunde gebebt hat. Schon ein komisches Gefühl, doch es war nur ganz kurz und anscheinend war es auch direkt unter unserem Haus, weil es zu schwach war, um überhaupt aufgezeichnet zu werden. In der Stadt wurde es gar nicht bemerkt. Naja, egal, wir haben es zumindest mitbekommen. Passiert ist aber nichts, alles heile geblieben und nichts ist umgefallen oder so.

Die letzten Tage hier haben wir sehr entspannt verbracht; die Arbeit war okay, wobei uns das viele Unkraut dann doch manchmal auf die Nerven ging... Es ist hier schon teilweise eine kleine "grüne Hölle", aber somit ist wenigstens was zu tun. Und wenn wir dann mal nicht Unkraut gejätet haben, dann hat Bea für Stunden gewässert (mein Gott brauchen Pflanzen viel Wasser) oder Annika hat Töpfe bepflanzt. Quasi hat sie angefangen, Pflanzen und Kräuter zu züchten :-) Da hier soviel zu tun ist, haben wir auch Verstärkung von Lisa bekommen, einer Münchnerin. Angekündigt wurde sie uns allerdings als Französin. Bea hatte sich schon gewundert, dass sie gar keinen typisch französischen Akzent hat, aber dann wurde das Missverständnis aufgelöst.

Viel viel Unkraut ;-) Auch aus diesem Blickwinkel... Anni am Pflanzen auf dem Farmer Market Andy, unser Host, hinter seinem Blumentrailer Stock-a-pot, die clevere Idee um Platz zu sparen :-) 

Da wir hier und auf der anderen Farm nicht kochen mussten, fühlten sich unsere hausfräulichen Tätigkeiten wohl etwas vernachlässigt, sodass wir diese Woche unsere Backkünste mal wieder gefordert haben. Hier in dem Obstgarten gibt es Hunderte von Äpfeln, die gerne in Apfelkuchen bzw. Apfelmuffins verarbeitet werden wollten. Man hat das Spaß gemacht, mal wieder zu backen. Und geschmeckt hat es auch :-)

Heute (wir hatten frei) waren wir nochmal auf ein paar Märkten in der näheren Umgebung, die doch ziemlich unterschiedlich waren. Der eine war ein Farmer Market, auf dem man nur Lebensmittel kaufen konnte, während der andere ein Antiquitätenmarkt bzw. Flohmarkt war. Essen gab es auf dem Flohmarkt (zu Beas Bedauern) weniger. Danach sind wir mit unseren Hosts und den beiden Kindern zu einem Straßenfestival nach Sumner gefahren. Die Fahrt alleine war schon spaßig, da wir uns zu zweit (Lisa saß auf Beas Schoß) auf den mittleren Sitz zwischen die beiden Kindersitze gequetscht haben und Annika hinten im Kofferraum saß. Auf dem Straßenfestival haben wir uns dann ein paar Bierchen gegönnt und sind ein bisschen am Strand von Sumner herum gelaufen. Sehr chillig.

Anni und Bea am Strand von Sumner Sumner Rocks - das Street Festival Wir vor der Bühne in Sumner

Sehr cool ist auch, dass die Kinder hier ein großes Trampolin haben und wir es auch benutzen konnten. Man hat das ein Spaß gemacht :-D

Ach hat das Spaß gemacht

Nun müssen wir mal die restlichen Sachen packen, damit wir alles in unseren Rucksack gekommen und Jetstar (das Easyjet von Neuseeland) keine Probleme macht.

Viele liebe Grüße aus Christchurch

Bea & Anni

Unsere zweite Farm in Christchurch

Montag, 30.04.2012

Nachdem wir ein paar Tage Stallluft geschnuppert haben, wollten wir mehr als nur Pferde und Schafe sehen. Darum haben wir uns entschieden, unser "grünes Wissen" auszubauen: Nun sind wir in einer Gärtnerei tätig, die sich auf Kräuter und ein paar Gemüsesorten fokussiert. Hier gefällt es uns sehr gut, die Familie (Sarah und Andy mit ihren beiden Jungs Nico (4 1/2) und Aisac (2)) ist sehr nett und aufgeschlossen und interessiert sich – im Gegensatz zu unseren ersten Gastgebern – auch für ihre Wwoofler. Wir bewohnen hier ein kleines Einzimmer-Appartment im Dachgeschoss des Hauses. Die Gärtnerei ist wesentlich zentraler gelegen (mit einer sehr guten Busanbindung – wir sind wieder mobil!!!) und die Arbeit ist auch in Ordnung, meistens bekämpfen wir das Unkraut: von kleinen Grashalmen über Brennnesseln bis hin zu riesigen Unkrautbüschen reißen wir alles raus, was uns in die Quere kommt. Schwierig wird es allerdings, wenn wir nicht wissen, ob es Unkraut ist oder doch eines der Kräuter.

Zwar werden wir durch diese Tage hier auf der Farm noch keinen “grünen Daumen“ bekommen, aber wir lernen von Tag zu Tag ein wenig mehr über Kräuter ;-) Besonders gut ist hier , dass wir unsere Arbeitszeit relativ flexibel mit der Familie absprechen können. So arbeiten wir teilweise einen ganzen Tag und nehmen uns anschließend den nächsten Tag frei, um in Christchurch und Umgebung was unternehmen zu können ;-)

Am Sontag waren wir mit auf einem Farmer Market, der von dem hiesigen Rotary Club organisiert wird. Nicht, dass wir in der Lage waren die Kunden kompetent zu beraten bzw. was zu verkaufen;  wir waren eigentlich nur mit um beim Auf- und Abbau sowie bei Kleinigkeiten zwischendurch zu helfen. Es war zwar die meiste Zeit etwas langweilig für uns, weil wir nicht wirklich was machen konnten, der Tag auf dem Markt war uns jedoch eine willkommen Abwechslung nach zwei Tagen Unkraut beseitigen und bescherte uns obendrein heute einen freien Tag :-)

Unser Blumenanhänger Unser Stand auf dem Markt Blumen und Kräuter ohne Ende ;-) Der Rotary Market - Eine Idee für Dortmund-Neutor?

An unserem ersten freien Tag am Samstag haben wir eine drei stündige Sightseeing-Tour mit einem -Doppeldeckerbus durch Christchurch gemacht. Da die anderen Passagiere nur die einstündige Tour gebucht haben, waren wir in den letzten beiden Stunden die einzigen Passagiere des Busses. Dementsprechend hatten wir quasi eine Bustour durch die Außenbezirke von Christchurch mit unserem eigenen Fahrer... Sehr witzig. Unser Guide auf der TourEin ganzer Bus nur für uns ;-)

Unglaublich bzw. ein bisschen gespenstisch an Christchurch ist, dass durch das Erdbeben ein Großteil des Stadtkernes abgesperrt  ist, weil es für die Leute zu gefährlich ist, die Häuser hier zu betreten bzw. weil diese erst noch abgerissen werden müssen. Dieser Bereich wirkt wie eine Geisterstadt, einfach total verlassen. Und in den umliegenden Vororten kann man auch noch die Zerstörung durch das Erdbeben sehen. Viele Leute waren noch darauf, dass ihre Häuser repariert bzw. teilweise neugebaut werden. Das Haus unserer Gasteltern muss z. B. komplett angehoben werden, damit der durch das Erdbeben aufgewühlte Untergrund planiert werden kann. Das Haus an sich hat das Erdbeben gut überstanden, nur der Untergrund ist ziemlich uneben und muss angeglichen werden um die Stabilität wieder herzustellen.

Sumner Beach - ein Paradies nicht nur für Wellenreiter! Blick über Christchurch  Ein Stop auf unserer Rundfahrt     Zerstörungen an einer Kirche Die Uhr des alten Bahnhofs ist beim ersten Beben im September 2010 stehen geblieben  ... und hier Dieses Haus wird auf Schienen geladen und woanders hin transportiert Der Uhr im alten Clocktower, der zu Ehren Queen Victorias errichtet wurde, ist beim dritten Beben im Februar 2011 stehen geblieben. Die mit viel Glas gebaute Art Galery ist überraschenderweise unversehrt Viele Gebäude im Stadtzentrum müssen abgerissen werden, so wie hier...

Nach der Stadtrundfahrt haben wir zunächst  die neu eröffnete „Shoppingmeile“ im Zentrum der Stadt besucht, die aus Containern besteht. Die „Containerstadt“ sieht ein wenig merkwürdig aus, hat aber einen tollen Flair, da die Leute so unglaublich entspannt sind und die ganze Zeit Musik entweder von Straßenmusikern oder aus den Läden spielt. Danach sind wir in den Botanischen Garten Christchurchs gegangen und haben dort die Sonne genossen.

Zum Mittag gab es Souvlaki in der Containerstadt

Samstagabend wollten wir dann mal ein bisschen vom Nachtleben schnuppern und sind zu einer uns von unseren Hosts empfohlene Bar gelaufen. Der Weg zu der Brauerei sollte laut Sarah ca. 20 Minuten dauern… Kein Problem, wir sind ja trainiert und laufen hier sowieso jeden Tag rum. Nach geschlagenen 45 Minuten strammen Schrittes (in freudiger Erwartung auf ein leckeres Bier) sind wir dann doch angekommen… Die Musik und die Leute waren sehr gemischt, von ziemlich schick mit ziemlich hohen High Heels und super kurzen Kleidern über Normalos (wie uns) bis zu ganz alternativ gekleideten Leuten. Mehr als ein Bier haben wir allerdings nicht getrunken, was zum einen an dem „Schnäppchenpreis“ von 9 Dollar und zum anderen an der direkt „eingetretenen Wirkung“ gelegen hat. Zudem mussten wir den nächsten Morgen wegen des Marktbesuchs früh aufstehen und als rechtschaffende und verlässliche Arbeiterinnen wollten wir das nicht ausufern lassen ;-)  

An unserem zweiten freien Tag (Montag) sind wir bzw. wollten wir unserer Shoppinglust nachgehen. Vor allem Bea verspürte den Drang dazu ;-) Ja, nach der Zeit auf der anderen Farm fern ab der Zivilisation waren wir doch froh, wieder Geschäfte und Cafes (endlich wieder Cafe Latte!!!) um uns zu haben. Glücklicherweise sind wir beide nicht leer ausgegangen, auch wenn unsere Beute nicht so groß war, da wir ja nach wie vor nur begrenzten Platz in unseren Rucksäcken haben und zudem alles tragen müssen; da überlegt man sich zweimal ob man wirklich etwas braucht ;-) Danach haben wir uns wieder in einen der vielen Parks hier gelegt um die letzte Sonne für die nächsten Tage zu genießen - es soll Regen kommen :-(.

Cafe Latte :-) - Und dann noch so schön dekoriert!!!

Der einzige Nachteil an unserer neuen Unterkunft ist zu Beas Bedauern das Essen hier;-) es gibt wenig bis seltenes Fleisch (und das ist dann zu Annikas Bedauern Bacon ;-)) und ist nicht ganz mit den Kochkünsten unserer ersten Farm zu vergleichen. Aber vom Fleisch fallen wir hier sicherlich auch wieder nicht ;-)

Wir wünschen Euch eine schöne Woche!!! Viele liebe Grüße

Anni & Bea

Ein paar Bilder - wie versprochen :-)

Montag, 23.04.2012

 Hier ein paar ein paar Eindrücke von unserem Leben auf der Farm:

Das Farmhaus, unsere Herberge für ein paar TageBea beim Beladen des Pick-upAnnika auf der Ladefläche des Pick-upBea und ihr Pick-upDie Jährlinge warten aufs Futter Annika beim Heufüttern :-)   Abendbeschäftigung - Colouring pictures :-)

Heute Abend gab es Mince Pie mit Rindfleisch und Erbsen, ein typisches Gericht in Neuseeland. Es war mal wieder super lecker! Als Nachtisch gab es dann noch den süßen Mince Pie, BLätterteigtaschen mit Himbeermarmelade gefüllt... Anni hats geschmeckt ;-)

Weitere Bilder folgen in Kürze, bis dahin Euch eine schöne Woche!

Wir hinter unserem Pick-up und den Bergen im Hintergrund :-)

Unser Stay auf der Farm

Montag, 23.04.2012

Hallo Ihr Lieben,

nun sind die ersten Tage auf der Farm vorüber und wir wollen uns mal melden:

Der erste Schock ist überwunden... Wir hatten uns eine schöne Anlage mit tollen Pferden und einer netten und aufgeschlossenen Familie vorgestellt... Dem war leider nicht ganz so:

Die Anlage ist soweit ganz schön, und die Pferde teilweise auch ganz nett, aber das Haus an sich ist eine Katastrophe, sowas von dreckig. Und glaubt ja nicht, dass da einer aufgeräumt hätte weil zwei "Neue" kommen. Nee, ganz und gar nicht. Ein paar Fotos folgen in Kürze, soviele haben wir hier noch nicht gemacht.

Die Arbeit an sich ist okay, 13 Ställe jeden Morgen misten und eine ganze Reihe an Pferden mehr füttern. Das Füttern ist aber ganz cool, weil wir mit einem Pick-up auf die Wiesen fahren und da dann nur das Futter verteilen. Auch hier von gibt es bald Bilder ;-) Und das Misten ist auch okay, das machen wir seit dem zweiten Tag morgens alleine und dabei haben wir dann unsere Ruhe. Wesentlich besser, als den ersten Tag, als eine dabei war, die zwar da war (und dessen Job das Misten eigentlich ist), aber die die ganze Zeit eigentlich nichts gemacht hat. Interessanterweise wirkte sie die ganze Zeit beschäftigt ;-)

Morgens stehen wir hier relativ früh auf, 6 Uhr geht es los mit dem Füttern. Das ist aber auch gut so, denn dann sind wir um 10 Uhr fertig, frühstücken und gehen dann ein bisschen spazieren und entspannen. Hier scheint bislang jeden Tag die Sonne und demensprechend sind wir auch schon ein bisschen (die eine mehr, die andere weniger) braun geworden. Und es ist seeeehr entspannend, einfach nur in der Sonne zu liegen und ein Buch zu lesen :-)

Abends füttern wir dann auch noch mal (so arbeiten wir hier ca. 5 Stunden am Tag) und dann gibt es Abendessen. Das ist hier bis jetzt immer Spitze gewesen; Kochen können die sehr gut. Einen Tag gab es Lamm, einen anderen Tag Crayfish und gestern hatten wir ein BBQ. Verhungern tun wir hier nicht ;-)

Jetzt ist gleich Fütterungszeit und dann wollen wir mal ein paar Fotos von uns bei der Arbeit machen, damit ihr auch einen Eindruck bekommt, wie Anni hinten auf dem Pick-up sitzt und die Fohlen und ihre Mütter füttert!

Wir melden uns nochmal. Ab Mittwoch wechseln wir dann allerdings die Farm, da die Leute hier nicht ganz unser Schlag sind. Zwar nett, aber mehr auch nicht. Mal schauen, wie die nächste Familie wird.

Bis später Eure beiden Farmer-Girls

Bea & Anni

P.S.: Für Interessierte, hier ist mal die Website der Farm (leider nicht mehr sehr aktuell, die Ehefrau wurde schon ausgewechselt ;-)) www.goldengrovestudfarm.com/

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